Ein Fotobuch zur Taufe

Ein Fotobuch für einen der wichtigsten Momente im Leben

Welches Fest ist emotionaler als die Taufe? Wohl keines, denn in ihr wird ein kleiner Erdenbürger meist zum ersten Mal dem größeren Familienkreis vorgestellt und als Täufling seiner zukünftigen Christengemeinde. Motive für eindrucksvolle Fotos ergeben sich in Hülle und Fülle.

Die Verwandlung vom Baby im Strampelanzug in ein engelsgleiches Taufkind, vielleicht sogar in einem Taufkleid, das seit Generationen in der Familie zu dieser Gelegenheit getragen wird, löst bestimmt bei allen Familienmitgliedern Emotionen aus und bleibt auch nach Jahrzehnten interessant. Vielleicht kann man den Täufling auch mit seinem Namenspatron, vielleicht dem namensgebenden Familienmitglied oder dem/der christlichen Heiligen, auf einem Foto verewigen, vielleicht auch in Kombination mit einem Bibelwort, einem Segensspruch oder einem Lebensmotto. Im katholischen Taufgottesdienst spielen die Eltern des Taufkindes eine ganz besondere Rolle, denn sie beide erbitten zu Anfang der Tauffeier um die Taufe für ihr Kind und zeichnen ihm ein Kreuz auf die Stirn; dabei ergeben sich ganz bestimmt sehr eindrucksvolle Momente, die ein Foto wert sind und die einer Familie wichtig bleiben.

Taufpate als Bezugsperson

Auch wenn die Mutter das Kind zum Taufbecken trägt und der Vater die Taufkerze entzündet, lohnen sich Fotos, denn diese Aktionen sind einmalig im Leben eines Christen. Eine weitere Hauptperson ist natürlich die Taufpatin oder Taufpate, meist ein Familienmitglied oder eine besonders gute/r Freund/in der Familie. In Zukunft werden sie wichtige Bezugspersonen für das Kind sein, denn sie sollen die Eltern in ihren christlichen Aufgaben unterstützen und den Täufling ein Leben lang begleiten. Da Eltern sich sehr genau überlegen, wem sie die Ehre einer Patenschaft antragen, ist es ihnen bestimmt ein wichtiges Anliegen der Patin oder dem Paten eine Dokumentation der Taufe in Form eines liebevoll gestaltetem Fotobuchs zu schenken, vor allem die wichtigsten Momente, wenn der Täufling, in den Armen der Paten oder der Eltern über dem Taufbecken getauft wird und vielleicht vor lauter Schreck über das Taufwasser zu schreien beginnt, ganz gelassen bleibt oder sogar die ganze Zeremonie verschläft.

Bindung, Cover & Papiersorte

Fotobuch Taufe

Wenn es um die Erstellung geht, muss man sich zuerst Gedanken über das Cover machen, da dies über die Langlebigkeit entscheidet und auch wichtig ist für den ersten Eindruck. Viele entscheiden sich für ein “klassisches“ Fotobuch mit einem Hardcover, bei dem das Fotobuch aus einem stabilen Vorder- und Hinterdeckel meist aus Pappe gefertigt und mit einem schmutzabweisenden Bezugsstoff bezogen wird. Oft werden diese Alben mit einer Klebebindung angeboten, aber bei einem Taufbuch sollte man sich für eine Layflat-Bindung, oder genauer gesagt eine Leporello-Layflat-Bindung entscheiden. Bei dieser werden einseitig belichtete Fotopapiere in der Mitte genutet und mit der nächsten Seite verbunden. Das Fotobuch lässt sich dadurch komplett eben öffnen und eignet sich so besonders für Panoramaaufnahmen, bei dem die Bilder jeweils auf einer Doppelseite präsentiert werden. Bleibt noch die Wahl des richtigen Fotopapiers, um die Schnappschüsse bestens zu präsentieren. Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Sorten etabliert und zwei damit verbundene Belichtungstechniken. Die gängigste dabei ist die des Digitaldrucks, auch als Digidruck bekannt. Dabei werden die Bilder, ähnlich wie bei dem heimischen Tinten- bzw. Laserdrucker, zuerst über einen PC auf eine Druckmaschine übertragen. Das Bild wird in einzelne Punkte aufgeteilt und dann nach und nach aufgetragen. Eine andere Möglichkeit, die sich vor allem anbietet wenn man einen Fotografen für die Taufe engagiert hat, ist die Fotobelichtung. Die Bilder werden mit Hilfe von Licht und Chemikalien aufs Papier gebannt, ähnlich wie es auch bei Polaroid-Kameras der Fall ist. Das sorgt für sehr kraftvolle Farben und ausdrucksstarke Bilder, allerdings hat man Einschränkungen bei der Papierwahl im Vergleich zum Digitaldruck da es sich zwangsläufig immer um Fotoppapier handelt und beschränkt wird auf die Auswahl des Papiers auf verschiedenen Oberflächen. Die meisten Anbieter setzen auf matt bzw. seidenmatt.

Fotobuch für die Gäste

Beim Durchblättern des Tauf-Fotobuchs werden sich alle in der Familie an diesen Augenblick intensiv erinnern und vielleicht auch Rückschlüsse auf die weitere charakterliche Entwicklung des Kindes schließen. Natürlich muss der kleine Erdenbürger auch mit seinen Geschwistern fotografiert werden, vielleicht zeigen sich ja schon optische Gemeinsamkeiten; auch Fotos mit den Großeltern sind sehr wichtig, denn diese hegen meist sehr intensive Gefühle zu ihren Enkelkindern und manchmal sehen kleine haarlose Babys ihren Opas doch sehr ähnlich. Bei Taufen findet neben der Zeremonie in der Kirche, die natürlich eindrucksvoll vom Einzug in das Gotteshaus, von der Begrüßung durch den Geistlichen, der eigentlichen Taufe und der Messe fotografisch festgehalten werden kann, meist auch ein großes fröhliches Familienfest statt. Eine sehr gute Gelegenheit auch entfernte Verwandte zu sehen und zu fotografieren und bestimmt freut sich jeder Teilnehmer, wenn er als Erinnerung und Dank für das Taufgeschenk ein Fotobuch im Briefkasten findet.

Besonders reizvoll könnte so ein Projekt auch werden, wenn man größere Geschwister bei der Dekoration und der Beschriftung der Seiten beteiligt oder sie die Begleitinformationen unter die Fotos schreiben lässt, damit das Tauf-Fotobuch zum Familienfotobuch und bleibt immer amüsant. Ein großes Foto aller Gäste einer Taufe , am Besten mit dem Pfarrer oder Pastor, gehört natürlich unbedingt dazu und kann dann auch das erste Foto in einem Fotobuch zur Erstkommunion oder Konfirmation werden, es ist also eigentlich unverzichtbar.

Über den Autor
Kai Schmidt
Kai Schmidt ist ein technikaffiner Redakteur der seit 2010 Newsartikel, Testberichte und Kaufberatungen verfasst. Im Süden von München aufgewachsen zog er 2011 nach Berlin um dort bei verschiedenen Online-Redaktionen zu arbeiten.