Ein Fotobuch zur Kommunion

Ablauf, Bindungsarten & Tipps

Für alle katholischen Eltern ist der Tag der heiligen ersten Kommunion ihrer Kinder ein großes Kirchen- und Familienfest. Sehr feierlich empfinden auch die Kommunionkinder ihre erste aktive Teilnahme an der Eucharistie ihrer Gemeinde. Meist sind die Kinder in der dritten Grundschulklasse, also zwischen acht und zehn Jahre alt und können daher mit Religion und religiösen Ritualen schon recht viel anfangen. Es lohnt sich wirklich ein Fotobuch als Erinnerung zu gestalten, denn es können viele Ereignisse festgehalten werden.

Vorbereitungsphase

In Vorbereitung auf das Fest der Erstkommunion erhält das Kommunionkind im Rahmen des Religionsunterrichts oder im separaten Kommunionsunterricht entweder vom Pfarrer oder engagierten Eltern Unterweisungen meist in kleinen Gruppen mit den anderen katholischen Drittklässlern der Gemeinde. Es bietet sich an, die Gruppe der Kommunionkinder in dieser Vorbereitungsphase zu fotografieren,denn diese sind ja in der Regel auch Schulfreunde und Nachbarskinder, was bedeutet, dass diese Fotos auch nach Jahrzehnten eine Nachbarschaft bei Treffen und Jubiläen interessieren können.

Erste Kommunion

Die erste Beichte ist vorbei und nun folgt das Fest der Erstkommunion, das meist mit dem Einzug der Kommunionkinder in die Pfarrkirche beginnt, auf den ein Hochamt folgt, bei dem die Kinder das erste Mal zur Kommunion gehen. Fotos von der Pfarrkirche, dem Pfarrer und dem Einzug der Kommunionkinder in die Kirche gehören wirklich unbedingt in ein Fotobuch, wie auch ein Gruppenfoto der Erstkommunikanten. Aber am wichtigsten ist natürlich das eigene Kind. Die Fotos des Kommunionkindes können mit Bibelversen oder kurzen Gebeten kombiniert werden, was bestimmt auf Wertschätzung bei frommen Verwandten stoßen wird. Die Kommunionkerze und das erste eigene Gebetbuch, das "Gotteslob",verdienen es auch fotografisch festgehalten zu werden. Viele Erwachsene werden die Kerze sicher noch in einem Schrank stehen haben.

In manchen Gemeinden tragen die Kinder individuelle weiße Kommunionkleider, den ersten Anzug oder in Oberbayern ein festliches Dirndl oder Tracht mit Lederhose für die Buben. In anderen Gemeinden werden einheitliche Gewänder bevorzugt, die an die Talare der Ministranten erinnern. Dieses besondere Outfit muss doch einfach fotografisch verewigt werden, denn alle Gäste, die zu diesem besonderen Ereignis eingeladen sind, werden sich ganz bestimmt freuen, ein Fotobuch als Erinnerung an das Kommunionkind zu bekommen.

Und nach der großen Messe folgt ja auch noch ein Familientag, meist in einer Gastwirtschaft, mit Mittagessen, Kaffeezeit und Abendessen, bestimmt ergeben sich reizvolle Motive für ein Fotobuch, die den Verlauf dieses Festtages illustrieren. Auch die Geschenke für das Kommunionkind müssen für die Schenkenden illustriert werden und vielleicht ist auch ein Fotobuch eine liebenswürdige Möglichkeit, um sich für Großzügigkeit zu bedanken.

Fotobuch zur Kommunion

Wenn man die Bilder aufgenommen hat, geht es an die Erstellung des Albums. Beim Design sollte man sich darüber klar sein für wen das Album gedacht ist. Viele Hersteller haben Designs in ihrem Portfolio um das Fotobuch für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu gestalten. Für Kinder gibt es, ähnlich wie bei Taufalben, spezielle Kommunionalben die kindgerecht strukturiert sind, aber die Gestaltungsfreiheit etwas einschränken, da bereits Plätze für Bilder und Texte vorgegeben sind. Meistens werden diese Alben mit einer Spiralbindung versehen, da man diese sehr einfach fertigen kann und gleichzeitig viel Stabilität bietet. Die einzelnen Seiten werden seitlich gelocht und mit Hilfe eines Kunststoffdrahts, der oft auch in verschiedenen Farben erhältlich ist, zusammengebunden. Solch eine Bindung kann man auch selbst recht einfach herstellen und im Anschluss auch noch, wenn man vorsichtig ist, um weitere Seiten erweitern.

Wer sich etwas mehr Mühe machen möchte, erstellt bei Anbietern wie Pixum oder Cewe das Album selbst mit den dort angebotenen Programmen oder über die Webseite selbst. Dort wird man durch den gesamten Prozess geleitet, von Wahl des richtigen Formates über die Art der Bindung bis hin zur Auswahl des Papiers. Sehr beliebt ist ein großes Panoramabuch im A4-Querformat bei dem sich sehr viele Seiten einbinden lassen. Oder man greift zum Mini-Format A6 das in jede Hosentasche passt und man immer dabei haben kann. Bei den Covers hat man oft die Wahl zwischen verschiedenen Ausführungen von schlicht bis edel. Softcover bieten sich ideal für dünne Fotobücher ohne viele Seiten an, sie sind flexibel und sehr leicht. Ein Hardcover erinnert dann schon mehr an ein echtes Buch mit strapazierfähigen Seiten und oft unter Einsatz einer Klebebindung. Sehr edel ist auch eine Ausführung aus Leder, sei es Echt- oder Kunstleder. Das Naturmaterial ist atmungsaktiv und kann in verschiedenen Farben mit strukturierten Oberflächen angeboten werden.

Sofern ein professioneller Fotograf engagiert wurde sollte man auf jeden Fall auf ein hochwertiges Fotopapier zurückgreifen um die Qualität der Aufnahmen zu erhalten. Bei dieser Technik werden die Bilder, ähnlich wie bei alten Polaroid Kameras, direkt auf speziellem Fotopapier entwickelt. Wenn man selbst die Bilder mit Smartphone oder Tablet geknipst hat oder viele der Bilder von Freunden und Verwandten stammen, beziehungsweise von den Eltern der anderen Kinder bietet sich eher der Digitaldruck an. Die Bilder werden dabei direkt aus einer Datei auf Druckmaschinen übertragen. Es sind keine teuren Druckvorlagen nötig, was Zeit und Geld spart. Es verhält sich ähnlich wie bei herkömmlichen Druckern im Büro, bei denen das Bild in einzelne Punkte unterteilt und dann gedruckt wird. Egal wie man sich entscheidet, sollte man sich Zeit bei der Erstellung lassen.

Über den Autor
Kai Schmidt
Kai Schmidt ist ein technikaffiner Redakteur der seit 2010 Newsartikel, Testberichte und Kaufberatungen verfasst. Im Süden von München aufgewachsen zog er 2011 nach Berlin um dort bei verschiedenen Online-Redaktionen zu arbeiten.