Nachhaltige Fotobücher

Ein Zeichen für den Umweltschutz

In der heutigen Zeit schreitet die Erwärmung der Erde immer weiter voran und mehr Leute denn je erzeugen Unmengen an Müll und verbrauchen dabei die wertvollen Rohstoffe der Erde. Viele wollen etwas dagegen unternehmen und ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern. Das beginnt damit auf unnötige Reisen zu verzichten, mehr regionale Produkte zu erwerben und nicht notwendige Anschaffungen zu verschieben. Dies ist auch bei Fotobüchern möglich, angefangen vom Einband bis hin zum Papier, welches aus verantwortungsvoll geführten Wäldern gewonnen wird. Interessierte sollten auf besondere Merkmale achten die sich im Lauf der Jahre etabliert haben.

FSC

Das FSC Merkmal hilft dabei Produkte zu finden, bei denen die Materialien aus sicheren Quellen stammen und nachhaltig sind. Hinter dem Kürzel FSC verbirgt sich das „Forest Stewardship Council“, also eine Art Forst-Verantwortungs-Rat die sich um die Förderung einer sozial förderlichen und wirtschaftlich rentablen Bewirtschaftung kümmert. Allein in Deutschland sind über 966.000 Hektar Wald zertifiziert, dort kommt keine Gentechnik und Pestizide zum Einsatz. Immer mehr Hersteller bieten dafür entsprechende Produkte an, auch wenn diese etwas teurer sind, aber so viel sollte einem der Umweltschutz wert sein. Der Anbieter Posterxxl bezieht seine Leinwände aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Seit 2013 kümmert sich auch Pixum.de um einen verantwortungsvollen Umgang mit Holz beispielsweise mit Wandbildern aus Kiefernholz.

ClimatePartner

Ein anderes Label ist Klimaneutral von ClimatePartner, welches hilft CO2-Emissionen zu berechnen und zu reduzieren um Produkte klimaneutral zu machen. Wer solche Sachen erwirbt, kann einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine der Unternehmen die mitmachen ist beispielsweise die Cewe Stiftung & Co. KGaA mit Sitz in Oldenburg. Als Europas größter Fotodienstleister bietet diese eine Online-Druckerei für Privatkunden und große Handelsketten an.

GoGreen

Einige Emissionen die bei der Herstellung und dem Versand entstehen können nicht vermieden werden, doch viele Unternehmen investieren in Klimaschutzprojekte und versuchen den Einsatz von Zusatzstoffen in der Fertigung so gering wie möglich zu halten. Oft engagiert man sich auf für soziale Projekte und den Artenschutz. Aber auch für den Versand gibt es Programme die sich um den Umweltschutz kümmern, denn was nützt das nachhaltigste Fotobuch wenn dieses in Plastik verschweißt beim Kunden ankommt. Einige Anbieter setzten auf das Programm „GoGreen“ der Deutschen Post bzw. DHL. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 sämtliche logistikbezogene Emissionen auf null zu reduzieren. Schon bis zum Jahr 2025 soll die CO2-Effizienz um 50 Prozent gegenüber 2007 verbessert werden; der lokale Ausstoß von Schadenstoffen soll um 70 Prozent durch den Einsatz von Fahrradzustellungen oder Elektromobilität erreicht werden.

Blaue Engel

Der Blaue Engel ist das erste und wohl auch bekannteste Umweltzeichen der Welt. Es bezeichnet nicht das gesamte Produkt, aber bestimmte Eigenschaften aus die im Untertitel genannt werden. So gekennzeichnete Produkte sind umweltfreundlicher als andere Artikel der jeweiligen Produktgruppe, allerdings muss man das Siegel anfordern, es wird nicht automatisch vergeben. Es garantiert "hohe Standards zum Schutz unserer Umwelt und Gesundheit – unabhängig und glaubwürdig", so Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die Kriterien für die Vergabe legt das Umweltbundesamt fest. Eine Jury, in der unter anderem Umwelt- und Verbraucherverbände, Handwerk, Wissenschaftler und Bundesländer vertreten sind, vergibt das Zeichen und überprüft jährlich ob die Bedingungen noch erfüllt sind.

EN ISO 14001

Ein weiteres Siegel kommt vom TÜV uns zwar in Form des EN ISO 14001-Umweltzertifikates. Dieses ist seit 1996 ein weltweit anerkanntes Siegel als Grundlage für Umweltmanagementsysteme und umfasst dabei alle Aspekte für eine stetige Verbesserung der Umweltleistung. Sie definiert Aufbau, Aufrechterhaltung und Verwirklichung und ist auf die Art und Größe der Organisationen angepasst. Dieses Zeichen trägt beispielsweise der Anbieter Happyfoto aus Österreich, dort wurde schon in den 1990er Jahren das Umweltzertifikat eingebracht und jährlich findet ein externes Audit durch Umweltgutachter statt ob die Anforderungen noch eingehalten werden. Eine weltweit einzigartige Abwasser- und Chemikalienanlage ermöglicht die Wiederaufbereitung der Grundstoffe in einem geschlossenen Kreislauf.

Auch bei den Farben selbst kann man auf Nachhaltigkeit setzen. Die Umwelt Druckerei setzt beispielsweise auf mineralölfreie Bio-Druckfarben die auf Baumharzen sowie Soja- und Leinöl basieren. Diese sind zwar teurer aber Farben auf Mineralölbasis werden aus Mineralöl gewonnen und haben einen negativen Einfluss aus Natur und Mensch. Bio-Druckfarben werden mit Hilfe einer Druckform auf einen Bedruckstoff übertragen. Während des Druckvorgangs ist ein Übergang vom flüssigen Zustand, in dem die Druckfarbe auf der Druckmaschine und der Druckform verteilt und übertragen werden kann, in den trockenen, festen Zustand auf den Bedruckstoff erforderlich. Zur Erfüllung dieser Anforderung enthalten Druckfarben flüssige Komponenten, die durch Verdunsten, Wegschlagen (Eindringen) in den Bedruckstoff oder durch chemische Reaktion den Übergang flüssig/fest ermöglichen.

EU Ecolabel

Für Europa gibt es das EU Ecolabel, welches in allen EU Mitgliedsstaaten und Norwegen, Liechtenstein und Island anerkannt ist. 1992 durch eine EU-Verordnung ins Leben gerufen hat es sich nach und nach zur einer Referenz für Verbraucher entwickelt die zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung beitragen möchten. Die Vergabe erfolgt in Deutschland von der RAL GmbH die das Zeichen an Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich Elektrogeräte, Textilien, Schmierstoffe, Farben und Lacke bis zu Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen verleiht.

Über den Autor
Kai Schmidt
Kai Schmidt ist ein technikaffiner Redakteur der seit 2010 Newsartikel, Testberichte und Kaufberatungen verfasst. Im Süden von München aufgewachsen zog er 2011 nach Berlin um dort bei verschiedenen Online-Redaktionen zu arbeiten.